Drei UFA-Klassiker der Stummfilmzeit

sowie im UFA- Jubiläumsjahr DER MEDICUS

mit Live-Musikbegleitung.

Open Air im Herzen Berlins.

Metropolis

24. August
Beginn: 21.00 Uhr, Einlass: 20:30 Uhr

1925/1926

Regie: Fritz Lang
Drehbuch: Thea von Harbou, Fritz Lang
Kamera: Karl Freund, Günther Rittau
Bauten: Otto Hunte, Erich Kettelhut, Karl Vollbrecht
Produktion: UFA
Produzent: Erich Pommer
Darsteller: Brigitte Helm, Alfred Abel, Gustav Fröhlich, Rudolf Klein-Rogge, Fritz Rasp, Heinrich George, Theodor Loos
Länge: 148 Min.

Hoch über der Mega-Stadt einer nicht allzu fernen Zukunft herrscht Industriemagnat Joh Fredersen, während tief unter der Erde gesichtslose Arbeitermassen schuften. So auch das Mädchen Maria, das sich eines Tages in die „Ewigen Gärten“ der Oberstadt verirrt. Fredersens Sohn Freder, der sie dort sieht, verliebt sich in sie. Er folgt Maria in die Katakomben von Metropolis und erlebt sie dort als Arbeiterführerin, die wie eine Heilige verehrt wird. Gleichzeitig konstruiert Rotwang, der Erfinder, einen stählernen Roboter, dem er auf Geheiß Joh Fredersens das Aussehen Marias gibt. Die falsche Maria wiegelt die Arbeiter auf. Sie stürmen die Maschinenhalle von Metropolis und beginnen blindlings alles zu zerstören. Die Unterstadt kollabiert, die Häuser der Arbeiter und ihrer Familien werden überflutet. Eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes droht…

Der mit über 5 Mio. Reichsmark bis dahin teuerste Film der Ufa geriet 1927 zu ihrem größten Flop, wurde daraufhin in einer gekürzten, verstümmelten Fassung erneut eingesetzt und brachte den Konzern an den Rand des Ruins. Heute gilt der Film als „Mutter aller Sci-Fi-Filme“ und beeindruckt durch monumentale Bilderwelten und verblüffende Spezialeffekte. Daneben bietet er in seiner Mischung aus Großstadtutopie, Sozialromantik, mittelalterlicher Alchemie und Trivialmystik ein Kaleidoskop virulenter Geistesströmungen der Weimarer Republik. 2001 als erster Film überhaupt von der UNESCO ins Weltdokumentenerbe aufgenommen, erlebte „Metropolis“ zehn Jahre später durch die Entdeckung der als verschollen geglaubten 30 Minuten des Films einen zusätzlichen Popularitätsschub.

Musik: Jeff Mills (USA), der eigens für die UFA Filmnächte die komplettierte, restaurierte Fassung von „Metropolis“ aus dem Jahr 2010 erstmals vertont.